Aufregung, Spaß, Geduld und Disziplin

“Am Mittwoch war unser erstes Theatertreffen. Davor waren wir alle ziemlich aufgeregt, weil wir nicht wussten was auf uns zu kommt. Als wir uns dann alle vorgestellt haben und angefangen haben Spiele zu spielen, die für Vertrauen und Kennenlernen sorgen, hat sich unsere Aufregung gelegt. Wir hatten alle sehr viel Spaß, müssen jedoch noch Geduld und Disziplin lernen. Wir werden auf jeden Fall alle wieder kommen.” Irini

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Es geht weiter: PAME CAMPING! – Ein partizipatives Theaterstückprojekt

“Mein Leben – mein Theater” geht in die zweite Runde! Wir gehen campen, eine Leidenschaft von Deutschen und Griechen und Deutsch-Griechen und Griechisch-Deutschen und überhaupt…  Und ab jetzt haben die Theater-Camper das Sagen. Sie werden berichten, was sie Woche für Woche bei ihren Expeditionen erlebt haben, welche Materialien zu gesammmelt, welche Begegnungen sie gemacht haben – was davon dann hinterher im Stück landet: Wir werden sehen! Auf geht’s! Pame!

 

“Unser Lied” – Die Proben haben begonnen

Jetzt geht’s in den Endspurt. Das Stück ist übersetzt, hier und da wird immer noch gesägt und gefeilt, doch so langsam muss der Text stehen, sonst gibt’s Theater mit unseren Youngsters, die nun tapfer Text lernen müssen. Die Probenzeit hat begonnen, von Vangelis Hatziyannidis gab es noch hilfreiche Tipps zu den einzelnen Figuren, aber nun heißt es: ran! “Theater ist Freiheit?” – “Theater ist Arbeit!” – aber wer sagt eigentlich, dass man für Freiheit nicht hart arbeiten muss?

Am 6. Juni um 18 Uhr ist es soweit. Auf der STRAHL.Probebühne im Kulturhaus Schöneberg (Kyffhäuser Straße 23, 10781 Berlin) wird “Unser Lied” von Elena Sokratous nach dem Jugendstück “Ena Tragoudi” von Vangelis Hatziyannidis uraufgeführt.

Wir freuen uns, wenn Ihr diesen großen Abend mit uns erlebt und anschließend feiert!

(Fotos: Panagiotis Paschalidis)

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Wir für Euch! – Heute: Unsere Regisseurin

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Elena Sokratous ist unsere Regisseurin

 

Elena Sokratous ist in Limassol/Zypern geboren und beschäft sich seit ihrer Kindheit mit dem Theater, wo sie an Theaterkursen und Theateraufführungen teilgenommen hat. Sie hat an der Aristoteles-
Universität in Thessaloniki Theater an der Fakulität der Künste studiert und gleichzeitig an Seminaren über Theaterpädagogik teilgenommen und beides mit Diplom abgeschlossen.

Während ihres Studiums hat sie in Thessaloniki als Theaterpädagogin und Dramapädagogin für alle Bildungstufen gearbeitet, etwa im Waisenheim “Melissi”, in der International Trade Fair
und im Volksmuseum. Für zwei Jahre war sie im Sommer auch als Theaterpädagogin an der
staatlichen, interkulturellen, ganztägigen Grundschule in Limassol tätig.

Heute wohnt sie in Berlin und arbeitet an ihrer Dissertation im Bereich Dramapädagogik an der
Friedrich-Alexander Universität, Erlangen. Gleichzeitig arbeitet sie als Regisseurin und als
Theaterpädagogin für die Griechischen Gemeinde in Berlin.

Sie ist die Gründerin und die Regisseurin der Theatergruppe “ek-drasis” (Limassol, aktiv seit 2009)
und der Theatergruppe “ithAKT” (Berlin, aktiv seit 2012). In Kooperation mit Achilleas Sourlas
erstellet sie die Musik-Theatergruppe “fairy tails” (Berlin, aktiv seit 2013).

Sie hat fünf Theaterstücke geschrieben und inszeniert (Drehbuch und Regie): “Se sas pou
mas akoute” (Limassol, 2009), “alerT” (Limassol, 2010), “R.A.S.” (Limassol, 2011),
“Migronauten” (Berlin, Würzburg, Frankfurt, 2013-2014), “fe ma el” (Limassol, Nicosia, 2013),
und den Kurzfilm “Never have i ever” (Limassol, 2012).

Als Regieassistentin und Schauspielerin hat sie im Kurzfilm “Postheimat” (Berlin, 2014) mitgewirkt. Mit Yianna Neophitou und Marios Patsalis entwickelt sie das multi-location performance project “Symbolic boundary of the door” (Berlin, Paris, Athen, 2014).

Theater ist Freiheit

Ein Beitrag von Maria Tragousti (15)

Schon seit ich klein war hat mich Theater interessiert. Anders als meine damaligen Mitschüler, die Fußball als ihre Lieblings-Freizeitbeschäftigung angaben, hat mich das Schauspiel fasziniert.

Weshalb?

Weil man selbst als einzelne Person oder auch zusammen mit anderen auf der Bühne eine eigene Welt erschaffen kann.
Weil man den Alltag vergessen kann.
Weil man lachen, weinen und aus vollem Hals heraus schreien kann.
Für mich bedeutet Theater Freiheit.
Und in gewisser Weise auch, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen und zu verstehen.

Deshalb war ich auch begeistert von der Idee an einem Projekt teilzunehmen, dass Jugendlichen die Möglichkeit gibt, ihre Interessen finden oder präsentieren zu können.
Ob Theater schreiben, kritisieren, spielen oder übersetzen: Mein Leben – Mein Theater bietet uns einfach viel an. Mich selber hat das umfassende Programm gelockt und dass ich andere Jugendliche mit griechischen Wurzeln kennenlernen kann. Wir reden sehr viel Griechisch und versuchen die beiden Sprachen zu verbinden. Das finde ich einfach toll!

Außerdem ist das Projekt ein Jahr lang kostenlos, inklusive Theaterbesuchen. Ich kenne viele Jugendliche, die sich solch einen Kurs im Normalfall nicht leisten können. Deswegen bedanke ich mich noch einmal bei dem ganzen Team von Mein Leben – Mein Theater!

Ich freue mich auf das, was uns noch beigebracht wird und auf ein hoffentlich tolles Ergebnis!

In Nathans Gemächern: Wertvolles und Wandelbares

Theater und Bahnstreik haben nichts miteinander zu tun? Von wegen! Die Inszenierung von “Nathan” im Theater Strahl musste gestern zwar leider ausfallen, doch wir hatten trotzdem einen tollen Abend.

Charlotte Baumgart, die Theaterpädagogin des Strahl, empfing uns zu einem Workshop in Jerusalem – in den Gemächern von Nathan und Saladin. Dort konnten wir erleben wie unterschiedlich und ausdrucksstark Namen sind und wie sich etwas vollkommen Unscheinbares in das schönste, lustigste, ekligste, gefährlichste oder auch nützlichste Ding verwandeln kann.

Nur gut, wenn man am Ende des Tages alle Hürden erfolgreich umfahren bzw. umschiffen konnte und den sicheren Hafen (λιμάνι!) erreicht hat.

Großen Dank an Charlotte Baumgart und Elena Sokratous!

Und an Saladin und Nathan, dass wir uns in ihren heiligen Hallen austoben durften!

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(Szene aus der Inszenierung “Nathan”, Theater Strahl, Berlin)