Wir für Euch! – Heute: Unser Experte für Übersetzung

Konstantinos_Gerakis Konstantinos Gerakis ist unser Experte für Übersetzung

Er wird mit Euch Szenen eines neuen griechischen Jugendstücks von Vangelis Hatziyannidis übersetzen, das dann später im Theater Strahl von Euch präsentiert werden soll.

Konstantinos wurde als Sohn einer Deutschen und eines Griechen in Berlin geboren und wuchs in beiden Ländern auf.

Nach dem zweisprachigen Abitur an der Staatlichen Europaschule Berlin studierte er an der Freien Universität Berlin Geschichte und Neogräzistik. Während seines Arbeitsaufenthalten beim Generalkonsulat Thessaloniki war er persönlicher Dolmetscher des Generalkonsuls.

Auch für den Hörfunk arbeitete Konstantinos Gerakis als Übersetzer, zuletzt bei der Berlinale für den griechischen Regisseur Yannis Economides für Deutschlandradio Kultur.

Seit 2009 ist er festes Ensemblemitglied beim Theater Augenschein im Theaterforum Kreuzberg. In der Spielzeit 2014/15 ist er dort in Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ zu sehen.

Als Übersetzer, Sprecher und Schauspieler beschäftigt er sich intensiv mit deutsch-griechischen Kulturtransfers und den bilateralen Beziehungen.

Wir für Euch! – Heute: Unser Experte für deutsche Jugenddramatik

Jörg Menke-Peitzmeyer Jörg Menke-Peitzmeyer ist unser Experte für deutsche Jugenddramatik

und der Autor des Stückes “Schmiere stehn” – vorgestern haben wir Euch eine kleine Szene aus seinem Stück über Jugendkriminalität vorgestellt.

Jörg Menke-Peitzmeyer studierte Schauspiel an der Folkwang Hochschule in Essen, am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig absolvierte er ein zweites Studium für dramatisches Schreiben, das er mit seinem Monolog “Der Manndecker” abschloss. Heute bitten ihn viele Theater, ein eigenes Stück für ihr Theater zu schreiben, so folgten Auftragsarbeiten für das Theater der Altmark Stendal, das Theater Freiberg, das Grips-Theater Berlin, das Schloßtheater Moers, das Theater Herxheim, das Theater Koblenz.

Jörg Menke-Peitzmeyer ist einer der wichtigsten Autoren für das Junge Theater. Das neue Theatergenre des Klassenzimmerstücks hat er entscheidend mitgeprägt. Seine Stücke “Steht auf, wenn ihr Schalker seid” und “Getürkt” wurden für den Deutschen Jugendtheaterpreis nominiert. Er lebt er als freiberuflicher Autor und Schauspieler in Berlin und Istanbul.

Mit Euch wird er an Euren selbstgeschriebenen Theaterszenen arbeiten, Euch Tipps geben und mit Euch über seine Arbeit sprechen.

Wird Nina bei den Hell’s Kids aufgenommen?

Auftritt Jessica und Nina.

TOM

Na, keinen Babysitter gefunden?

JESSICA

Sie will mitmachen bei uns.

TOM

Wie alt bist du?

NINA

Elf.

TOM

Mit oder ohne Schminke? Hier. Mach das ab.

NINA

Was?

TOM

Nun mach schon, hab nicht reingerotzt, ist frisch, also mach das Zeug ab, kann den Kleister schon bei deiner Schwester nicht leiden.

Nina schminkt sich ab.

TOM

Siehst aus wie neun.

NINA

In drei Monaten werd ich zwölf.

TOM

Du redest dich grad um Kopf und Kragen, Baby. Zwölfjährige hab ich genug. Zwölf ist unser Durchschnittsalter, hab schon überlegt, ob wir uns nicht Ocean’s Twelve nennen oder so, aber ne Elfjährige, die aussieht wie ne Neunjährige, die hab ich nicht, die könnt ich gebrauchen.

GORAN

Frisches Blut.

JESSICA

Was soll das heißen?

TOM

Heute Abend um acht. Der Traffik am Marienplatz.

JESSICA

Mitten in der Stadt?

TOM

Wieso nicht? Die Bullen suchen uns an den Rändern, in den Vororten, auf den Dörfern, aber mitten in der Stadt, im Zentrum, am Puls des Lebens, um acht Uhr, zur besten Sendezeit, darauf kommen die nie.

GORAN

Wir haben doch gar keinen Plan.

TOM

Wozu brauchst du einen Plan?

GORAN

Man braucht immer einen Plan.

 

(Auszug aus “Schmiere stehn” von Jörg Menke-Peitzmeyer)

schmiereStehn

Wir für Euch! – Heute: Unser Experte für Theaterkritik

SCHAEFER_ANDREAS_Ausschnitt_G.jpg.11043 Andreas Schäfer ist unser Experte für Theaterkritik!

Er schrieb lange Zeit für die Berliner Zeitung und den Tagesspiegel. Heute erzählt vor allem seine eigenen Geschichten – 2013 erschien sein Roman “Gesichter” (Dumont) – , doch für Dich wird er noch einmal sein Kritiker-Handwerkszeug auspacken und mit Dir eine Theaterkritik schreiben.

Diese Theaterkritik könnte von Dir sein! Oder wie würdest Du sie schreiben?

Reise nach Jerusalem: Das Theater Strahl spielt „Nathan der Weise“

Jugend ohne Gott? Nicht wirklich. Zur Vorbereitung ihrer jugendgerechten Version von Lessings „Nathan der Weise“ waren die Religionsforscher vom Theater Strahl in einer katholischen, einer jüdischen und einer muslimisch geprägten Schule unterwegs. Haben mit den Schülern ein Speedwriting zum Thema „Was glaubst du?“ veranstaltet und sie die Ringparabel in einer SMS mit 160 Zeichen erklären lassen. Videos der Kids, die über Familien, Werte und den Schöpfer sinnieren, sind als Installation im Foyer des Kulturzentrums „Die weiße Rose“ in Schöneberg zu sehen.

Eine passende Einstimmung auf den Toleranzkampf, der folgt.

Regisseur und Autor Günter Jankowiak hat Lessings Ideendrama aber nicht in die Gegenwart der Pausenhöfe gezerrt, sondern im Jerusalem des 12. Jahrhunderts belassen. Zwei Reiseführer im Logo-Shirt aus Halbmond, Davidstern und Kreuz (Kristin Becker und Franz Lenski) nehmen das junge Publikum mit in die blutig-bewegte Zeit des Dritten Kreuzzugs (Vorstellungen wieder vom heutigen Mittwoch bis 26. Oktober). Ein blaues Teppichgeviert mit orientalischen Sitzecken markiert den Schauplatz in der Saalmitte. Lessings Geschichte über die Kraft der Aufklärung besitzt noch immer genug Spannung, um ohne Schnörkel und Kunstanstrengung zu bannen.

Das Haus des reichen Kaufmanns Nathan (Andreas Schwankl) ist während einer Geschäftsreise abgebrannt, ausgerechnet ein christlicher Tempelherr (Oliver Moritz) hat die Ziehtochter des Juden aus den Flammen gerettet. Die schöne Recha (Yvonne Yung Hee) verliebt sich in den schmucken Ritter, wobei dem Happy-End die ungeklärte Herkunft im Weg steht. Regisseur Jankowiak und sein Ensemble haben eine klare Sprache für Lessing in der Gegenwart gefunden. Natürlich gibt’s Anklänge an aktuellen Religionenkrampf, wenn beispielsweise das Stichwort Beschneidung fällt. Aber das Strahl-Team belässt es dezent dabei und vertraut ansonsten auf den universellen Gehalt des Stücks. Goldene Worte der Erkenntnis spricht gen Schluss der junge Tempelherr: „Vielleicht wär’s gut, wenn ich ab und zu nachdenke, bevor ich rede“. Ein gutes Credo.

Diese Kritik schrieb Patrick Wildermann für den Tagesspiegel (24.10.2012)

Unser Bündnispartner: THEATER STRAHL BERLIN

Das THEATER STRAHL hat sich seit seiner Gründung 1987 als eine der wichtigsten Berliner und Brandenburger Bühnen für anspruchsvolles Jugendtheater etabliert. STRAHL ist ein privat geführtes Theater. Hohes Engagement und weit reichende Visionen sind auf allen Ebenen Antrieb und Ansporn.

Es ist das einzige Theater in Berlin/Brandenburg, das sich ausschließlich auf die Generation 12+ konzentriert. Bei STRAHL erleben Schüler_innen oft ihren ersten Theaterbesuch.

logo_Theater Strahl

Wir für Euch! – Heute: der Blog zum Projekt

JuliaBreschke_as Julia Breschke – wird mit Euch den Blog zum Projekt schreiben

Das moderne Theater muss nicht danach beurteilt werden, wieweit es die Gewohnheiten des Publikums befriedigt, sondern danach, wieweit es sie verändert.“ (Bertolt Brecht)

Theater kann für mich Berge versetzen & die Welt auf den Kopf stellen. Es geht um den ständigen Wandel, um Träume & Realität. Theater kann mich ergreifen, mich in seinen Bann ziehen, bis zu meinem innersten Kern vordringen und mich verwirrt zurücklassen. Das ist das Gefühl, das ich mit in meinen Alltag trage und das mir dabei hilft niemals auf der Stelle stehenzubleiben.

Julia Breschke verband ihre beiden Leidenschaften THEATER & JOURNALISMUS in ihrem Studium der Theaterwissenschaft und der Publizistik- und Kommunikstionswissenschaft an der Freien Universität Berlin, das sie mit dem Bachelor of Arts abschloss. Seit 2010 besucht sie den Masterstudiengang Theaterwissenschaft.

Ihre ersten Gehversuche am Theater unternahm sie als Praktikantin am bat, der Studiobühne Ernst Busch, und am THEATER AN DER PARKAUE in Berlin. Die internationale Theaterszene lernte sie als Production Assistant am Fugard Theatre und am Baxter Theatre Centre in Kapstadt kennen.

Im Theaterverlag Hofmann-Paul kehrt sie zu ihren studentischen Wurzeln zurück: THEATER, MENSCHEN, PRESSE & KOMMUNIKATION.

 

Juliane Juliane Schiller – wird Euch ebenfalls beim Bloggen unterstützen

Theater ist für mich wie ein Spiegel, der mir das Spiegelbild aus einem anderen Blickwinkel, einer anderen Blickrichtung zeigt. Dabei spiegelt das Theater das Leben, mein Leben – seziert, vermischt und neu zusammengesetzt. Dadurch betrifft mich Theater ganz konkret: Es berührt mich, verändert und unterhält mich – und macht mich immer wieder neugierig auf den anderen Blickwinkel und das Spiegelbild, das ich zu sehen bekomme.

Geboren in Datteln/NRW, groß geworden im Aalto – Musiktheater Essen. Studium der Theaterwissenschaften und Neueren deutschen Literatur an der Freien Universität Berlin. Zusatzqualifikation in Editionswissenschaft. Volunteer und Speaking Role beim Wakefield Little Theatre. Leitet als freie Dozentin an der VHS Berlin-Schöneberg den Kurs zum „Theatertreffen“ und ist als freie Mitarbeiterin für den Theaterverlag Hofmann-Paul tätig.

 

WAS IST THEATER FÜR DICH? Schreib’ uns!

Wir für Euch! – Heute: Projektleitung

Uli_Theatertreffen_as  Ulrike Hofmann - Projektleitung

Theater muss klug sein, es soll mein Herz und meinen Geist bewegen, mich unterhalten und eine ästhetische Form finden, die mich beglückt.
Die einfachste Form des Theaters, Brook hat recht, ist ewig gültig. Zwei Menschen in der Wüste, der eine zieht mit dem Stock einen Strich in den Sand, der Bühne und Situation definiert: du bist Zuschauer, ich spiele dir etwas vor. Großes Theater.

Ulrike Hofmann war Dramaturgin am GRIPS-Theater, freie Regisseurin und Produzentin, hat Stücke übersetzt (aus dem Englischen) und Texte für die Bühne geschrieben. Zur Zeit verlegt sie Theaterstücke und leitet den Theaterverlag Hofmann-Paul Berlin.

 
Jennifer Tharr Jennifer Tharr - wird das Projekt durchführen

Theater ist für mich: Neu sehen/hören/fühlen (manchmal auch riechen …). Energie! Mitdenken. Manchmal ein Rätsel, aber fast nie vergeblich. Mutig. Die beste Unterhaltung. Poesie. Ein Gemeinschaftserlebnis. Magie. Vielleicht ja doch noch die Rettung der Welt?

Theaterliebe: Erwachte bei Jennifer Tharr im Bochumer Schauspielhaus unter der Leitung von Leander Haußmann, Dimiter Gotscheff und Jürgen Kruse. Daraufhin studierte sie Theaterwissenschaft und Neuere deutsche Literatur in Berlin und schloss mit dem Magister ab.

Theater von innen: Hospitanzen absolvierte sie am Schauspielhaus Bochum, am bat (Studiobühne Ernst Busch) und an der Schaubühne.

Theater von außen: Als freie Dozentin leitet sie seit vielen Jahren den Kurs “Gemeinsam ins Theater” an der VHS Kreuzberg-Friedrichshain, der sie mit schönster Regelmäßigkeit mit dem Neusten des Berliner Theaterlebens bekannt macht.

Theater und Autor verbinden: Seit 2003 arbeitet sie beim Theaterverlag Hofmann-Paul und erlebt dort das Theatermachen noch einmal von einer ganz anderen Seite: über den TheaterTEXT! Dabei entdeckte sie auch den Spaß am Übersetzen.

 

WAS IST THEATER FÜR DICH? Schreib’ uns!